2021–2022Highlight Project · Automotive HMI · UX/UI Development
Wiesmann Project Thunderball
Wie sich handgefertigte Sportlichkeit digital anfühlt
Für Wiesmann verantwortete ich das HMI des elektrischen Roadsters von der Marken- und Nutzeranalyse bis zur selbst programmierten Anwendung im Fahrzeug. Fahrerdisplay und Infotainment verbinden klassische Roadster-DNA mit den neuen Anforderungen eines 680-PS-Elektrosportwagens.
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- Meine Rolle
- UX/UI Lead · HMI Development · Integration
- Verantwortung
- Fahrerdisplay (PHUD) & Infotainment
- Zeitrahmen
- 6 Monate bis zum Fahrzeugprototyp
- Highlight
- ABC Award 2022 · Winner Transportation
Wie klingt Wiesmann auf einem Display?
Historie, Materialien, Wettbewerb und reale Fahrsituationen verdichtete ich zu „Sporty Elegance“: dunkle Flächen, präzise Linien und kontrollierte Bewegung. Moodboards und Wireframes machten die Markenidee früh diskutierbar, bevor die ersten Interaktionen auf die Zielhardware kamen.
Von Marken-DNA zu fahrbarem Code
Das Projekt verband Designstrategie, UX, Stakeholder-Führung und technische Umsetzung. Jede Entscheidung musste zugleich zur Marke, zur Fahrsituation und zur begrenzten Embedded-Hardware passen.
Marken-UX
Sporty Elegance
Fahrerdisplay
Fokus & Energie
Infotainment
Navigation & Komfort
Embedded Build
Linux & Fahrzeughardware
Discover
Marke & Fahrer verstehen
Define
Inhalte priorisieren
Design & Test
Varianten erproben
Align
Entscheidungen führen
Build
Im Fahrzeug integrieren
Fahrerdisplay
Geschwindigkeit, Modus, Energie, Reichweite und Warnungen bleiben mit einem Blick erfassbar.
Infotainment
Navigation, Medien, Telefon, Komfort und Fahrzeugfunktionen folgen einer konsistenten Touchlogik.
Varianten sichtbar machen, Entscheidungen beschleunigen
Sporty Elegant, Individual Spirit und Iconic Pattern wurden auf derselben Informationsarchitektur verglichen. So ließen sich Markenwirkung und Ablesbarkeit mit Wiesmann, Designpartnern und Studio Kurbos konkret diskutieren; die spätere Türkis-Ausrichtung übernahm die validierte Bedienlogik.
Lead-Verantwortung über Design und Entwicklung
Ich plante und führte das HMI-Projekt über sechs Monate: Research, Informationsarchitektur, visuelle Richtung, interaktive Prototypen, Management-Präsentationen, Programmierung und Fahrzeugtests. In der direkten Abstimmung mit Wiesmann, externen Designpartnern und Studio Kurbos vertrat ich eigene Vorschläge und überführte unterschiedliche Interessen in eine belastbare Lösung.
Vier Schritte bis zum fahrbaren HMI
Research
Marke, Fahrer, Wettbewerb und EV-spezifische Informationen in klare UX-Prinzipien übersetzen.
Structure
Fahrkritische Inhalte und Touchfunktionen sinnvoll auf zwei Displays verteilen.
Prototype
Designrichtungen, Bedienwege und Zustände interaktiv testen und mit Stakeholdern entscheiden.
Integrate
HMI programmieren, auf Linux-Hardware optimieren und im Fahrzeug validieren.
Leistung zeigen, ohne den Fahrer zu überladen
Geschwindigkeit und Fahrmodus bilden den visuellen Anker. Reichweite, Batterie, Temperaturen und Warnungen bleiben peripher erfassbar; die Charge-/Power-Skala macht Rekuperation und Leistungsabgabe als kontinuierlichen Energiefluss sichtbar.
Fahrzeug, HMI und Entwicklung in Bewegung
Design, das auf echter Hardware funktioniert
Ich setzte Ansichten, Touch-Eingaben und Fahrzeugzustände als eigenständige HMI-Anwendung um. Entscheidend waren eine belastbare Zustandslogik, konsistente Inhalte auf beiden Displays und eine reaktionsschnelle Oberfläche trotz begrenzter Rechenleistung.
Ansichts- und Zustandslogik
Navigation, Overlays und Bedienzustände für Home, Medien, Telefon, Komfort, Navigation, Fahrzeug und Einstellungen wurden als zusammenhängender Interaktionsfluss umgesetzt.
Multi-Display-System
Infotainment und Primary Display erhielten unterschiedliche Aufgaben, teilten aber Fahrmodus, Energie-, Medien- und Warnzustände in einer konsistenten Informationslogik.
Performance & Tests
Kurze Iterationen, regelmäßige Tests am Zielsystem und eine bewusste Reduktion von Animationen halfen, die HMI auf der vorhandenen Hardware stabil und direkt bedienbar zu machen.
Toolchain & Zielsystem
Zwei Displays, eine gemeinsame Sprache
Primary Display
Geschwindigkeit, Reichweite, Ladeleistung, Warnungen, Uhrzeit und Klima sind auf die Fahrsituation priorisiert.
Energie & Rekuperation
Eine lineare positive und negative kW-Darstellung macht Leistungsabgabe und Energierückgewinnung unmittelbar verständlich.
Medien & Kommunikation
Musik, Telefon und Smartphone-Anbindung bleiben erreichbar, ohne die fahrbezogene Informationshierarchie zu stören.
Komfort
Klima sowie beheizte und belüftete Sportsitze werden in einer reduzierten Touchstruktur bedient.
Auszeichnung und öffentliche Resonanz
Project Thunderball wurde als Gesamtfahrzeug international wahrgenommen und ausgezeichnet. Die folgenden Punkte würdigen das Fahrzeugprojekt; mein Beitrag innerhalb dieses Projekts war das UX/UI-Design und die Umsetzung des HMI-Pakets.
Winner Transportation
Der Rat für Formgebung zeichnete WIESMANN Project Thunderball in der Kategorie Transportation aus.
Quelle ansehen700.000 Euro für den guten Zweck
Eines der ersten Fahrzeuge wurde bei der amfAR-Gala versteigert – ein öffentliches Signal für die Begehrlichkeit des Projekts.
Quelle ansehenDesign zwischen Vergangenheit und Zukunft
Wallpaper*, Car Design News und weitere Medien begleiteten den elektrischen Neustart der Marke und seine Designkonzepte.
Quelle ansehenFahrzeugtest mit internationaler Reichweite
Der Praxistest machte Fahrzeug, elektrische Roadster-Idee und Bedienkonzept einem weltweiten Publikum zugänglich.
Quelle ansehenErgebnis
Mein Highlight zwischen Markenstrategie und fahrbarem Code
Project Thunderball zeigt meine Arbeitsweise in voller Breite: eine starke Marke verstehen, UX-Entscheidungen auf Führungsebene vertreten, ein Multi-Display-System gestalten und es selbst bis auf die Fahrzeughardware umsetzen. Das Ergebnis war kein Show-Screen, sondern ein funktionsfähiger Prototyp unter realem Zeit-, Performance- und Stakeholder-Druck.














