2024–2025Automotive HMI · Unity · Embedded Linux · Vehicle Integration
BMW Vision Driving Experience
Vom UX-Konzept bis zum laufenden HMI im Fahrzeug
Für den BMW Vision Driving Experience entwickelte ich den HMI-Prototyp vom ersten Interaktionsmodell bis zur technischen Integration im Fahrzeug weiter. Meine Verantwortung verband UX/UI Design, Figma-Systemaufbau, Unity-Prototyping, Embedded-Hardware, Mehrdisplay-Steuerung und die Validierung im realen Fahrzeug.
Projekt ansehen
- Meine Rolle
- UX/UI · HMI Development · Embedded Integration
- System
- CID · Panoramic HUD · Unity Runtime
- Plattform
- Embedded Linux · Fahrzeugnetzwerk
- Release
- BMW VDX · Auto Shanghai 2025
Ein HMI ist erst fertig, wenn Design, Software, Displays und Fahrzeug als ein System funktionieren.
Der Case reicht weit über Screen Design hinaus. Ich übersetzte Fahrszenarien in eine verständliche Informationsarchitektur, baute den vollständigen Mockup-Rahmen in Figma auf, bereitete Unity-Exporte für mehrere Displays vor und verantwortete Aufbau, Integration, Test und Feintuning des Embedded-Systems.
Experience Design
Use Cases, Informationspriorität, Interaktionslogik und Fahrerfokus
Interface System
Figma-Komponenten, Layouts, Zustände und visuelle Abstimmung
HMI Development
Unity Builds, Multi-Display-Ausgabe, Datenpfade und Runtime-Tests
Embedded Integration
Linux-PC, Kühlung, Schnittstellen, Einbau und Fahrzeugvalidierung
Sechs Schritte von der Idee bis zur getesteten Implementierung
Jede Phase lieferte Erkenntnisse für die nächste – und Fahrzeugtests führten bewusst zurück in Design und Software.
- 01Explore
Fahrszenarien und Regeln verstehen
Downforce, Drift, Beschleunigung, Spurwechsel und Rekuperation wurden als konkrete Nutzungsszenarien betrachtet. Zusätzlich flossen Sichtbarkeit, Warnlogik und relevante ECE-/ISO-Anforderungen in die HMI-Entscheidungen ein.
- 02Structure
Ein System für CID und Panoramic HUD
Ich ordnete Inhalte nach Fahraufgabe und Blickbezug: dauerhaft relevante Fahrdaten ins Panoramic HUD, szenariospezifische Visualisierung und Bedienung ins Central Information Display.
- 03Prototype
Komponenten und Use Cases in Figma
Aus Einzelassets entstand ein vollständiger Mockup-Aufbau mit wiederverwendbaren Komponenten, Zuständen und Testfällen. So konnten Varianten früh verglichen und mit realen Displayproportionen geprüft werden.
- 04Build
Interaktive HMI als Unity Runtime
Die Oberflächen wurden als Unity Builds für unterschiedliche Auflösungen und Displaybereiche bereitgestellt. Frühzeitige Windows- und Linux-Tests machten Performance, Skalierung und Übergänge sichtbar.
- 05Integrate
Embedded Computer und Displays verbinden
Ich baute das Embedded-System auf, integrierte Grafik-, Netzwerk- und Displaypfade, plante Kühlung und Zugänglichkeit und brachte CID sowie die Panoramic-HUD-Segmente gemeinsam zum Laufen.
- 06Validate
Im Fahrzeug testen und feinabstimmen
Auf Testbench und im Fahrzeug prüfte ich Bootverhalten, Auflösungen, Displayzuordnung, Lesbarkeit, Performance und reale Blickwinkel. Fehlerbilder wurden dokumentiert, eingegrenzt und iterativ behoben.
Aus Fahrmanövern wird eine visuelle Interaktionslogik
Der Mockup-Aufbau verband wiederverwendbare PHUD-Komponenten, CID-Widgets und vorbereitete Animationszustände. Varianten konnten dadurch früh im realen Seitenverhältnis der Displays getestet werden.

Eine Experience über Software-, Hardware- und Fahrzeuggrenzen
Das Interface war der sichtbare Teil eines verteilten Systems. Daten, Runtime, Displaymapping und physische Ausgabe mussten denselben Zustand transportieren.
Fahrzeug & Fahrer
CAN-Signale · Touch · Bedienzustände · Fahrszenario
Embedded Linux
Autostart · Unity Builds · Prozesssteuerung · Netzwerk
Display Mapping
Auflösung · Position · Skalierung · Touch-Rückkanal
CID + Panoramic HUD
Zentrale Bedienung · drei abgestimmte Displaysegmente
Performance wird sichtbar, bevor sie im Fahrzeug zum Problem wird
Die kurzen Aufnahmen zeigen bewusst Entwicklungsstände: Multi-Display-Canvas, Debugwerte und reale Testhardware statt nachträglich inszenierter Produktbilder.
Der entscheidende Teil beginnt nach dem Export
Vier Stationen zeigen, wie aus einer Unity-Ausgabe ein robustes, abstimmbares Fahrzeugsystem wurde.
Aus Entwicklungsrechner wird ein Fahrzeug-System
Der Rechner musste mehrere hochauflösende Displayausgänge stabil versorgen und gleichzeitig kompakt, wartbar und thermisch beherrschbar bleiben. Ich baute und verkabelte das System, erprobte Kühlkonzepte und dokumentierte Leistungsgrenzen unter HMI-Volllast.

Ein großer visueller Raum statt vier Einzelscreens
Das CID und die drei Segmente des Panoramic HUD mussten in Auflösung, Position, Timing und Helligkeitswirkung zusammenpassen. Mapping und Skalierung wurden zuerst am Testaufbau und anschließend mit der realen Displayhardware abgestimmt.

Software und Hardware im Fahrzeug zusammenführen
Einbau, Kabelführung, Displayzuordnung, Touch, Fahrzeugdaten und Startsequenz wurden als Gesamtfunktion betrachtet. Das reale Cockpit machte sofort sichtbar, welche Details am Schreibtisch nicht abschließend bewertet werden können.

Lesbarkeit, Zustände und Fehlerpfade feinabstimmen
Displayinhalte wurden unter realen Blickwinkeln und wechselnden Zuständen geprüft. Dazu gehörten Geschwindigkeits- und Energieinformationen, Warn- und Kontrollanzeigen sowie die robuste Wiederherstellung nach Performance- oder Verbindungsproblemen.

Meine Stärke liegt in der Verbindung der Disziplinen
Das Projekt erforderte nicht nur Gestaltung oder Entwicklung, sondern Entscheidungen über den gesamten Produktpfad hinweg.
Research & Requirements
Fahrszenarien, ECE/ISO-Regeln, Hardwaregrenzen und Stakeholderanforderungen zusammenführen.
UX/UI & Prototyping
User Flows, Informationshierarchie, Figma-System, Zustände, Varianten und visuelle Tests.
Unity & Runtime
Auflösungen, Builds, Multi-Display-Canvas, Performanceanalyse und Linux-Bereitstellung.
Embedded Engineering
Hardwareaufbau, Kühlung, Schnittstellen, Displaymapping, Autostart und Fahrzeugnetzwerk.
Testing & Debugging
Benchtests, Fahrzeugtests, Logs, Fehleranalyse, Lesbarkeit und iteratives Feintuning.
Technical Coordination
Design, Software, Hardware, Displaylieferanten und Fahrzeugteam auf ein gemeinsames Ergebnis ausrichten.
Vom Entwicklungsfahrzeug zur öffentlichen BMW-Präsentation
BMW zeigte den Vision Driving Experience im April 2025 auf der Auto Shanghai erstmals ungetarnt einer breiten Öffentlichkeit. Im offiziellen BMW-Video bin ich ab 01:33 am Testaufbau bei der Bedienung des HMI-Menüs zu sehen.

Ergebnis
UX, Code und Fahrzeugtechnik in einer durchgängigen Verantwortung
Der VDX-Case zeigt meine besondere Stärke als Senior UX/UI Designer und Developer: Ich kann eine Experience konzipieren, als visuelles System ausarbeiten, technisch lauffähig machen und bis in die reale Hardware und das Fahrzeug tragen. Designentscheidungen blieben dadurch nicht abstrakt – sie wurden unter echten Auflösungen, Leistungsgrenzen und Fahrsituationen validiert.




